Bücher | Medien nach Erscheinungsdatum

Ulrich Schneider, Kein Wohlstand für alle!?

„Niemand, der mit offenen Augen durch die Lande geht, wird abstreiten können, dass Deutschland gerade dabei ist, sich selbst zu zerlegen. Der Glaube an den wenigstens bescheidenen Wohlstand für alle, der unsere Republik so lange zusammengehalten hat, ist zunehmend passé.“ (9)

Die von Ulrich Schneider geschilderten Zustände in Deutschland werden als Symptom eines hemmungslos auftretenden Neoliberalismus geschildert, der in mehr oder weniger abgeschwächter Form auch die meisten Länder Europas erfasst hat und seit zwei Jahrzehnten die soziale Schere zwischen Arm und Reich immer größer werden lässt. Das Buch zeigt auf, wie die zunehmende ökonomische Ungleichheit innerhalb der Gesellschaft entstehen konnte und was kann nun dagegen unternommen soll?

Marcin Szczygielski, Hinter der blauen Tür

„Immer wieder muss an diesen Tag denken, obwohl er schon über ein Jahr zurückliegt. Aber irgendwie ist es auch klar – schließlich ist damals mein ganzes Leben über den Haufen geworfen worden. Ich war gerade mal elf Jahre alt und konnte viele Dinge noch nicht so gut verstehen.“ (7)

Lukasz Borski und seine Mutter leben allein in Warschau. Seinen Vater hat er nie kennengelernt und seine Mutter wehrt alle seine Fragen nach ihm vehement ab. Auf ihrer Fahrt in den Urlaub kommt es zu einem folgenschweren Unfall, als ein entgegenkommendes Auto auf ihre Fahrbahn kommt. Lukasz wird schwer am Bein verletzt, während seine Mutter im Koma liegt und mit ihrem Leben kämpft. Die Wohnung muss verkauft werden und Lukasz von einem Tag auf den anderen bei seiner Tante Agata wohnen, von der er bis zu diesem Augenblick noch nie etwas gehört hat.

Richard Wall, Achill

Ein heroischer Titel, Bilder von der unterirdischen Gewalt einer Kontinental-Drift, Gedichte ausgerichtet wie ein Flügelaltar, ein Nobelpreisträger auf den kargen Boden irdischer Lebenserfahrung zurückgeholt - so fühlt sich ein Gesamtkunstwerk aus den Händen von Richard Wall und Martin Anibas an.

Richard Wall ist der Meister des Randes, der Peripherie, des Endes einer urbanen Welt. So beobachtet und beschützt er seit Jahrzehnten die Westküste Irlands, bringt dabei die Urelemente einer wütenden Küste als Bilder und Gedichte zurück und beobachtet das Vordringen der sogenannten Zivilisation bis in die letzte Ritze der Küste hinein.

Steve Smallman Ein Zebra als Ehrengast

„»Schau mal, Elefant!«, ruft Zebra. »Ich habe eine Einladung vom König bekommen!« An das klügste und wunderschönste Tier der Savanne. Bitte sei heute Abend der Ehrengast bei meinem Festmahl. Von seiner Königlichen Hoheit Löwe.“ (4)

Zebra fühlt sich geschmeichelt und ist unglaublich stolz darauf, vom König persönlich als Ehrengast eingeladen worden zu sein. Elefant erschrickt und rät Zebra dringen davon ab zum Löwen zu gehen. Aber Zebra weist den Rat, der nur von Neid geleitet sein kann, energisch zurück.

David Vann, Aquarium

Wer einmal länger in ein Aquarium geschaut hat, kann sich durchaus vorstellen, dass eigentlich die Fische die Beobachter sind, die sich an den kiemenlosen Gaffern köstlich amüsieren.

David Vann erzählt von einer Familie, die letztlich zu moralischen Schauzwecken in der Gesellschaft aufgestellt worden ist wie fast alle Familien dieser Welt. Die Protagonisten schwimmen wie Fische um einander herum, belauern sich und versuchen, sich gegenseitig das überlebensnotwendige Wasser abzugraben.

Erhard Dietl, Gustav Gorky besucht den blauen Planeten

„Ich wohne auf dem Planeten Gorky am hinteren Ende der Milchstraße. Mein gorkyanischer Name ist Y3. Du als Erdling darfst mich Gustav Gorky nennen.“ (5)

Gustav Gorky ist Reporter der Planetenzeitung „Der Urknall“ auf dem Planeten Gorky, weit entfernt von der Erde im hinteren Ende unserer Galaxie. Der technische Fortschritt auf Gorky ist dem der Erde weit überlegen und so gehören Reisen bis in die hintersten Bereiche der Milchstraße für Gustav Gorky zum Arbeitsalltag.

Josef Steinbach, Tibor im Glück

Den besten Stoff für Literatur bietet allemal das Leben selbst und das verrückteste Glück lässt sich nur in der Literatur finden.

Josef Steinbach nimmt diese Extrem-Achsen der Literatur zum Anlass, um darin einen Fall von Glück zu installieren. Tibor im Glück wird als Vorspann in großen Lettern in das Buch gespiegelt, die Buchstaben ziehen einzeln vorbei, so dass man erst nach ein paar Seiten die Botschaft begreift: Tibor Katar widerfährt das Glück.

Carol Vorderman / Mike Goldsmith u.a., Biologie – Chemie - Physik für Eltern

„Naturwissenschaften haben unser Leben dramatisch verändert und werden es auch in Zukunft tun. Sie sind der Motor des Fortschritts und es ist daher enorm wichtig, Kinder für naturwissenschaftliche Fächer zu begeistern.“ (6)

Nachdem die technischen Errungenschaften, die sich aus dem Leben der Menschen der Gegenwart nicht mehr wegdenken lassen, ohne die Erkenntnisse in den Naturwissenschaften nicht möglich wären, gehören deren Grundlagen zu den wichtigsten Wissensgebieten heutigen Schulunterrichts. Eltern die ihren Kindern in der Schule helfen wollen, finden im Sachbuch „Biologie – Chemie – Physik“ eine verständliche und kompetente Einführung in die Naturwissenschaften, die das Fachwissen der Jahrgangsstufen 5 – 9 abdeckt.

Nicholas Shakespeare, Broken Hill

Wenn ein Ort richtig entlegen ist, fällt er mit einer Handbewegung aus Raum und Zeit. Broken Hill ist ein abgewirtschafteter Bergbau-Ort im tiefsten Australien. Mit der schrottreifen Eisenbahn ist es leichter über die Küste nach London zu gelangen als nach Sidney.

Nicholas Shakespeare siedelt die Geschichte vor genau hundert Jahren an. Broken Hill hat den Anschluss an die Welt verloren, aus den einst gewonnenen Erzen sind längst Waffen und Kugeln gegossen, Broken Hill befeuert gerade den Ersten Weltkrieg mit seinen früheren Exporten. Im Mittelpunkt der Geschichte steht fast kitschig ausformuliert Rosalind, die mit ihren gerade mal zwanzig Jahren den Heiratsmarkt ungemein mobilisiert. Es herrscht nämlich Frauenüberschuss, weil die Männer meist schon in den Minen verunglückt sind.

Annelie Johansson, Pflanz mal was! Vom Säen bis zum Ernten

„Was ist eigentlich ein Samen? Ein Samen ist der Anfang eines neuen Pflanzenlebens. Ob riesiger Baum oder kleine Ringelblume – beide werden aus einem Samen geboren. In der harten Schale des Samens ruht der Keimling. Dort liegt er geschützt und schläft.“ (5)

Für Kinder ist es eine aufregende Sache selbst Pflanzen zu setzen, Gemüse und Kräuter anzubauen und zu hegen und zu pflegen, was Wachsen zu verfolgen und am Ende voll Stolz die eigenen Lebensmittel zu ernten. Es gibt wohl wenige Orte, wo sie Kinder auf kleinstem Raum Natur so intensiv erfahren können, wie im Garten.

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