Bücher | Medien nach Erscheinungsdatum

  • strict warning: Declaration of views_plugin_style_default::options() should be compatible with views_object::options() in /var/www/drupal/sites/all/modules/views/plugins/views_plugin_style_default.inc on line 0.
  • strict warning: Declaration of views_handler_argument_many_to_one::init() should be compatible with views_handler_argument::init(&$view, $options) in /var/www/drupal/sites/all/modules/views/handlers/views_handler_argument_many_to_one.inc on line 0.
  • strict warning: Declaration of views_handler_filter_node_status::operator_form() should be compatible with views_handler_filter::operator_form(&$form, &$form_state) in /var/www/drupal/sites/all/modules/views/modules/node/views_handler_filter_node_status.inc on line 0.

Jeremy Reed, Beach Café

Jeder Mensch erlebt einmal zwischen Jugend und Erwachsenwerden jeden ultimativen Sommer, der sich aus den puren Elementen Wasser und Luft vor der Sonne ausstreckt, während rundum die Seelen in die Erwachsenenwelt transformiert werden.

In Jeremy Reeds Roman vom „Beach Café“ bereiten sich vier Jungs auf die dunkle Welt der Erwachsenen vor, indem sie noch alles auf Kante ausprobieren, Musik, Drogen, Körperkult und Sex. Das Quartett hat sich beinahe zufällig am Strand gebildet, als die Vier in die Extremzone rund um den Leuchtturm vorgedrungen sind. Zu Hause warten Arbeit, Ekel, Muse oder Sinnlosigkeit auf sie, am Strand jedoch gehen sie mit ihren zarten unschuldigen Existenzen ans Limit. Dione, Nicholas, Paul und der Ich-Erzähler werden von diesem Warten zusammengeführt, dass etwas passiert.

Heiko Wrusch, Meine Universität Innsbruck

Große Erlebnisse wie Sommer, Fußgängerzone, Woodstock, Beach-Volleyball oder Titanic-Untergang lassen sich am besten durch ein Wimmelbuch darstellen. Dabei geht der Betrachter meist in die Knie und holt sich ein Kind als erklärende Betreuung, weil ein Kopf allein diese Explosion von Dynamik nicht aushalten würde.

Eine raffinierte Methode, ein großes Unterfangen witzig und lebensfroh darzustellen, ist nämlich das Wimmelbuch. Dabei werden wie bei einem Mosaik kleine Handlungsschattierungen zu einer großen Erlebnis-Orgie zusammengefügt.
Die Universität Innsbruck hat beim Illustrator Heiko Wrusch ein Wimmelbuch in Auftrag gegeben, und dieser hat alle frohen Farben und Sonnenseiten der Malerei ausgepackt, um die Uni in einen Kosmos von Optimismus zu verwandeln.

Simon Konttas, Bagatellen

Eine Bagatelle in der Musik ist letztlich etwas so Mickriges, dass es sich gar nicht lohnt, die Instrumente auszupacken. Im Strafrecht ist eine Bagatelle etwas, was nicht der Mühe wert ist, einem Verfahren zugeführt zu werden.

Simon Konttas reizt mit seinen literarischen Bagatellen jene Schmerzgrenze aus, bis zu der die Protagonisten zwar ordentlich leiden, aber ihr Schmerz noch nicht ausreichend tief für einen großen Roman wütet. So bringen die siebzehn Geschichten die Helden zwar an die Grenze des Wahnsinns, aber die Deeskalation geschieht schließlich, indem der Erzählsack österreichisch zugemacht und der Konflikt somit beendet wird.

Marion Mebes / Katharina Urbann, Gefühleflip - Biber Bib lernt Gebärden

„Der Gefühleflip mit Gebärden gibt ihnen ein einzigartiges Instrument in die Hand – im wahrsten Sinnes des Wortes. Beim Flippen und Mixen entstehen unzählige Kombinationen entweder aus Wort und Bild oder aus Gebärde und Bild. Es gibt Aha-Erlebnisse und die Freude, wenn es gelingt, das Wort oder die Gebärde zu einem Gefühl zu erobern.“

Gebärdensprachen sind ein überaus wichtiges Instrument für die barrierefreie Kommunikation. Biber Bib zeigt, wie sich Gefühle in Körpersprache, in Worten und auch in Gebärden ausdrücken lassen. Der „Gefühleflip“ soll helfen, die kindliche Selbstwahrnehmung zu stärken und Selbstkompetenz zu vermitteln und eignet sich daher für taube und hörende Menschen.

Theodore Bauer, Cosi fanno i filosofi

Das ist ja das Geheimnis am Essay, dass Autorin, Stoff und Publikum nichts falsch machen können. Die Fügung „Cosi fan tutte“ ist das ideale Motto jeglichen Essays.

Theodore Bauer kämpft zu Beginn ihrer Mozart-Überlegungen noch mit dem Zweifel, ob sie als junge Künstlerin frech auf Mozart zugehen dürfe, dann aber kommt sie zur Ermunterung, dass Mozart-Opern das Freche im Umgang und in der Rezeption geradezu herausforderten.

Philip Kerr, Die schaurigste Geschichte der Welt

„Billy war schon immer ein begeisterter Leser gewesen. Doch nach seinem Unfall war seine Begeisterung noch größter geworden. Er konnte einfach nicht genug von Büchern bekommen. Er liebte es, dass man schon nach wenigen Seiten an einen ganz anderen Ort getragen wurde, als säße die Phantasie in einer Art Taxi.“ (9)

Billy Shivers lebt im kleinen Städtchen Hitchcock mit einer wunderschönen öffentlichen Bücherei, mit kilometerlangen Regalen aus Holz. Seit seinem schlimmen Autounfall wird er schnell müde und meidet großen Lärm. Auch seine Augen vertragen das Sonnenlicht nicht mehr so gut und beginnt leicht zu frieren. Kein Wunder, dass er sich am liebsten in Büchereien aufhält, wo es schön warm ist und wo es viele Bücher gibt. Lesen gehört nämlich zu seinen großen Leidenschaften.

Armin Thurnher, Ach, Österreich!

Eher gehen einem bei Österreich die Seufzer aus, als dass einem der Stoff ausginge. Eines muss man Österreich nämlich lassen, es liefert literarischen Stoff wie kaum ein anderes Land auf der Welt.

Armin Thurnher zwinkert bei jedem Österreich Buch mit den Augen und hofft, dass es das letzte Buch gewesen ist, doch dann bricht etwas aus, wie die Unmöglichkeit einen Bundespräsidenten zu wählen, und der Stoff weht schon wieder beim Schreib-Fenster herein. Vielleicht ist dieses Buch das letzte, weil er verspricht, noch ein paar zu schreiben.

Bibi Dumon Tak, Mikas Himmel

„Schwarze Wolken bedeckten den Himmel, als Mika uns verließ. Der Himmel grollte. Der Regen tollte. Doch wir nahmen nur wahr, wie Mikas letzte, allerletzter Atemzug über den Rand ihres Körbchens strich.“

Die drei Geschwister begleiten Mika, die alte Hündin, die gerade ihren letzten Atemzug aushaucht. Ein Gewitter und Regen scheinen den Schmerz zu teilen. Aber als das Fenster geöffnet wird, teilen sich die Wolken kurz, als würden sie Mikas Seele direkt in den Himmel aufnehmen.

David Casagranda, Tirolés

Die Tiroler sind die idealen Abenteurer, die überall auf der Welt Staunen auslösen. Seit Jahrhunderten arbeiten sie an diesem Mythos.

David Casagranda erzählt in einer Schlussnotiz, was an Patriotismus es mit dem Roman „Tirolés“ auf sich hat. Als der Südtiroler Schriftsteller Kurt Lanthaler einmal schnell einen Stoff braucht, um an der Berliner Filmakademie einen Prüfungsdreh zu bestehen, wird er von David Casagranda verlässlich mit Stoff versorgt. Ein bisschen von diesem augenzwinkernden Schnell-Stoff ist noch im Cover-Text enthalten, wenn von einem „historischen Lederhosenwestern“ berichtet wird.

Mark Gatiss / Steven Moffat, Sherlock - Ein Fall von Pink

„Die Leiche der stellvertretenden Verkehrsministerin Beth Davenport wurde gestern Nacht auf einer Baustelle in London gefunden. Erste Untersuchungen deuten auf Suizid hin. Wir können bestätigen, dass dieser Suizid starke Ähnlichkeiten mit denen von Sir Jeffrey Patterson und James Phillimore hat.“ (6)

Auf einer Pressekonferenz berichtet Inspektor Lestrade auf eine Pressekonferenz von einem merkwürdigen Selbstmord, der in Verbindungen mit anderen, ähnlich gelagerten Selbstmorden steht. Während der Pressekonferenz versendet Sherlock Holmes SMS-Nachrichten an die versammelten Presseleute, in denen er die Aussagen der Polizei als Falschmeldungen torpediert. Gleichzeitig trifft der aus dem Krieg heimgekehrte Dr. John Watson in der Leichenhalle der Gerichtsmedizin auf Sherlock Holmes.

Volltextsuche:
Bilder.tibs.at
 
Auf bilder.tibs.at finden Sie freie Bilder zu unzähligen Themen!