Bücher | Medien nach Erscheinungsdatum

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E. M. Forster, Die Maschine steht still

Die Literatur belohnt sich manchmal selbst, indem sie Prophezeiungen, tatsächlich eintreten lässt und eine Post-Dystopie daraus macht.

E. M. Forster erzählt in seiner über hundert Jahre alten Geschichte von einem totalitären Internet, das die Menschen überfordert und als Diktatur bei der Stange hält. Im Zentrum des Geschehens steht die „Maschine“, alles wird durch sie gesteuert, sie ist weltweit vernetzt, ohne sie geht gar nichts. Es gibt sogar einen eigenen Knopf, mit dem angepasste Literatur abgezapft (heruntergeladen) werden kann.

Max Kaplan, Eisbjörn

„Der kalte Herbstwind fegte über die Küsten des Landes und ließ jedes Lebewesen erzittern. Auch den kleinen Mäuserich Eisbjörn. Eisbjörn war ausgezogen, um mutig zu werden. Doch nun wollte er nur noch einen warmen Ort für die Nacht finden.“

Ein heftiger Herbststurm weht vom Meer her über die Dünenlandschaft und der kleine Mäuserich friert, als ihm der Anblick eines beleuchteten Leuchtturms mit angrenzendem Häuschen wieder Hoffnung gibt. Aber was wird ihn dort erwarten?

Alessandro Baricco, Smith & Wesson

Das einzig Sinnvolle einer Waffe wie der Smith & Wesson ist ihr eingetragener Markenname. Damit lässt sich jede Menge Kohle machen, wenn man es klug angeht.

Alessandro Baricco formt aus dem Waffenmythos ein groteskes Medienstück, dessen Botschaft lautet, gute Geschäfte gehen immer mit der Todessehnsucht des Publikums einher. Das Stück selbst ist in Akte und Sätze eingeteilt wie eine Oper oder ein Kammerstück, die Figuren, einmal in Szene gesetzt, reden wie Wladimir und Estragon im Warten auf Godot, und als Bühnenbild gewaltigen Ausmaßes dienen die Niagarafälle, weil es dort die meisten Suizide und Hochzeitsreisen des Kontinents gibt.

Katharina Bendixen, Zorro, der Mops - Der Held vom Sommersee

„Die Tiere waren einiges gewöhnt von dem kleinen Mops mit dem ungewöhnlichen Namen, der hier wohnte. Ständig redete Zorro von Abenteuern und dabei leuchteten seine dunkelbraunen Kulleraugen vor Begeisterung. Die Sache war nur, dass sich Zorros Abenteuer meistens als Irrtümer herausstellten.“ (15)

Kaum hat Zorro, der Mops, sein letztes Abenteuer erfolgreich abgeschlossen, wartet er bereits ungeduldig auf sein nächstes. Abenteuer zu erleben liegt dem kleinen Mops nämlich im Blut und so gründet er folgerichtig eine Abenteueragentur und fordert alle auf, die ein Abenteuer haben, „das Ihnen zwei bis drei Nummern zu groß ist“, sich bei ihm zu melden.

Bernard Cornwell, Waterloo

„Napoleon hatte sicher recht, als er feststellte, das Schwierigste im Krieg sei es, «die Pläne des Gegners zu erraten». Und mit genau dieser Schwierigkeit hatten es Marschall Blücher und der Duke of Wellington zu tun: Was plante der Kaiser?“ (59)

Knapp ein Jahr nach seiner Verbannung auf die Insel Elba kehrte Napoleon wieder nach Frankreich zurück und überrascht mit dieser Aktion die auf dem Wiener Kongress versammelten Fürsten und Könige, die in Wien gerade mit der Restauration Europas beschäftigt sind. Als es Napoleon gelingt, eine neue Armee aufzustellen, treten ihm mit dem englischen General, dem Herzog von Wellington und dem preußischen Generalfeldmarschall Blücher bei Waterloo zwei ebenbürtige Gegner gegenüber, deren Armeen sich im Juni 1815 bei Waterloo die alles entscheidende Schlacht liefern.

Hubert Flattinger, Sommersprossen auf dem Asphalt

Das wirklich heftige Leben ist ein Song, der aus Dutzenden von Balladen zusammengesetzt ist. Er lässt sich authentisch nur auf einer Gitarre mit fehlenden Saiten abspielen.

Hubert Flattinger setzt in seinem Jugendroman „Sommersprossen auf dem Asphalt“ einer prekären und peripheren Restfamilie einen Überlebenssong ins Ohr, der sie über die Runden bringt, wenn auch mit ziemlich viel Blues. Im Mittelpunkt steht Robin, der sich erst für das Leben sortieren muss. Momentan versucht er, Songs zu schreiben und mit einer Gitarre zurechtzukommen, welcher die entscheidende Saite fehlt.

Ruth Aspöck, Die alte Dichterin

Einer Dichterin verzeiht man in unserer ewig jungen Konsumkultur vielleicht noch am ehesten, dass sie alt wird. Die Leserschaft erwartet sich von ihr eine gewisse Gelassenheit gegenüber dem Literaturbetrieb und Geschichten, die von Lebenserfahrung gespeist sind.

Ruth Aspöck geht ironisch ernst der Tatsache auf den Grund, dass Dichterinnen lange jung bleiben, wenn sie im literarischen Diskurs stehen, und gleichzeitig alt werden zusammen mit dem literarischen System, in dem sie verankert sind. Für ihre poetische Analyse eines Schriftstellerinnenlebens wählt sie eine gewisse Elizabeth Schwarz als ausgelagertes Ich.

Andreas H. Schmachtl, Snöfrid aus dem Wiesental - Die ganz und gar abenteuerliche Reise zu den Nebelinseln

„Oh Snöfride konnten durchaus alle möglichen Vögel verstehen. Am besten natürlich Käuze und andere Eulen. Aber auch Gänse, sofern diese nur deutlich genug sprachen. Snöfrid lauschte zum Himmel hinauf. Und dann war es ganz klar. »Snöfrid!«, riefen die Gänse. »Du sollst zum Talwächter kommen! So schnell es geht!«

Snöfrid hat sich gerade von seinem letzten Abenteuer im hohen Norden erholt, wo es ihm gelungen ist die entführte Prinzessin Gunilla zu befreien und das Rätsel um den schrecklichen Asgrimur zu lösen, als er schon in sein nächstes Abenteuer hineinschlittert. Und obwohl Snöfride an und für sich ihre Ruhe lieben, hat ihn durch seine letzten abenteuerlichen Reisen bereits ein wenig das Fernweh gepackt.

Juri Andruchowytsch, Kleines Lexikon intimer Städte

Städte sind mehr oder weniger fixe Haken der Geschichte, an denen man die eigene Arbeit, die Träume und Abenteuer einhängen kann.

Juri Andruchowytsch führt seit jeher ein literarisches Leben, das sich zwischendurch in Lesereisen, Romanen und Projekten ausformt.
Daraus entsteht wie von selbst ein Netz aus Erlebnisknoten, die von aufgesuchten Städten zusammengehalten werden. Eine freie Erzählform ergibt sich dabei, wenn man die Städte zu einem Lexikon zusammenfügt.

Joanne K. Rowling, Harry Potter und der Gefangene von Askaban

„Harry Potter war in vielerlei Hinsicht ein höchst ungewöhnlicher Junge. So hasste er zum Beispiel die Sommerferien mehr als jede andere Zeit des Jahres. Zudem wollte er in den Ferien eigentlich gern für die Schule lernen, doch er war gezwungen, dies heimlich und in tiefster Nacht zu tun. Und außerdem war er ein Zauberer.“ (1)

Nach dem Tod seiner Eltern lebt der dreizehnjährige Zauberlehrling Harry Potter mehr schlecht als recht bei seiner Adoptivfamilie, Onkel Vernon Dursley, Tante Petunia und sein Neffe Dudley, die ihn bei jeder sich bietenden Gelegenheit spüren lassen, dass er ein Familienmitglied zweiter Klasse ist. Vor allem die Ferienzeit stellt für Harry somit eine Zeit der Qual dar, da ihm noch dazu sämtliche Zauberutensilien zu Beginn der Sommerferien abgenommen werden.

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