Beziehung

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Patrick Roth, Starlite Terrace

Buch-Cover

Es gibt so Lokalitäten, da möchte man als Leser auf jeden Fall hin, auch wenn es nur um ein Stück Vorstellung geht, aber gute Imagination ist das Beste, was ein Leser in einem Buch erwischen kann. "Starlite Terrace" ist ein wunderbarer Ort für Imagination.

 Patrick Roth lässt um das alte Appartementgebäude in Los Angeles herum ziemlich alte Menschen ihr Ausgedinge erleben. Die Figuren sind angenehm alt, haben viel erlebt und erzählen trotz aller makaberen Erlebnisse letztlich witzig und weise, was da alles an ihnen als Film abgelaufen ist. Film, wie könnte es in Los Angeles anders sein, spielt die Hauptrolle.

Marlen Schachinger, Störung

Buch-Cover

Am Cover hat sich eine Barbie-Puppe aufgehängt und signalisiert einen sehr markanten Abgang.

Der Abgang gilt vor allem dem Verlag. Mit "Störung" stellt die tapfere Edition Pangloss ihr Dasein ein, dabei ist Pangloss jener wahnwitzige Philosoph, der tatsächlich glaubt, dass wir in der besten aller Welten leben.

Ursula Fricker, Fliehende Wasser

Buch-Cover

Ein Toter liegt im Straßengraben, er ist 54 Jahre alt und Silberschmied in Schaffhausen. Vermutlich betrunken.

Mit scharfem Schnitt setzt der Roman ein, und noch ehe man als Leser an eine Unfallmeldung glauben mag, meldet sich schon die Erzählerin zu Wort, mein Vater Simon Brock war nie betrunken.

Heinrich Klier, Bergwind und Träume

Buch-Cover

Um einen Sonnenplatz in der Literaturgeschichte zu ergattern, müssen Novellen vor allem eines: Einen fulminanten Start hinlegen.

In Heinrich Kliers Sehnsuchtsnovelle gibt es eine dieser unvergesslichen Startszenen. Der Hotelier schaut in die Felswand, und um besser sehen zu können, nimmt er dem Kellner das Fernglas aus der Hand.

Luise Maria Schöpf, Weiche Gitterstäbe

Buch-Cover

Diese schleichenden Schicksalsschläge sind die heftigsten! Scheinbar können sich die Figuren frei bewegen, aber letzten Endes sitzen sie in ihren Käfigen wie in Gummizellen, und zwischendurch tut es nicht einmal weh.

Günther Loewit, Kosinsky und die Unsterblichkeit

Buch-Cover

Bei diesem Familienroman liegen die Erzählscheiben chronologisch disparat ausgebreitet auf wie alte Schützenscheiben, die jemand ungeordnet abgestellt hat.

Günther Loewit nennt seinen Roman eine Recherche, die Nachfahren suchen die Vorfahren, die Zeitgenossen die Familienmitglieder und alle versuchen, in ihrer Zeit zu überleben, was ja fürs erste Unsterblichkeit bedeutet.

Meir Shalev, Fontanelle

Buch-Cover

Familienromane haben es so an sich, dass sie über alle Erzählufer treten und dann schwer in der Hand liegen.

Fontanelle ist so ein gewichtsschwerer und dennoch luftiger Familienroman und hat etwas von den russischen Realisten an sich. Das ist vielleicht auch notwendig, um die Wurzeln des israelischen Joffe-Clans freilegen zu können, denn die Joffes sind aus Russland nach Israel eingewandert und manchmal ziehen sie sich mit ihren Erinnerungen eben an ihre Wurzeln zurück.

Jean Clair, Das Letzte der Dinge

Buch-Cover

Ha, das muss man sich plastisch vorstellen: In der Neuen Galerie am Landesmuseum Johanneum in Graz hält 2003 vor erlauchtem Kunstpublikum Jean Clair einen Vortrag über den großen Ekel, und eine der Hauptthesen dabei lautet: Scheiße ist für das Kunstwerk schwer formbar, weil sie ständig ins Amorphe zerfällt!

Joseph Zoderer, Wir gingen

Buch-Cover

Wir gingen. - Was wie ein Übungssatz aus einem Sprachbuch klingt, ist die Quintessenz einer ganzen Epoche.

Genötigt, gedemütigt, eingenebelt und gezüchtigt gehen während der sogenannten Option ab 1939 ganze Heerscharen von Südtirolern außer Landes, und das ganze Spektakel ist im ersten Schrecken in der Erinnerung zur scheinbar lapidaren Erkenntnis verklumpt "wir gingen".

Fatou Diome, Der Bauch des Ozeans

Buch-Cover

Die Götter spielen Fußball und sind Franzosen. Das erste, was Jugendliche auf einer kleinen Insel vor Senegal wahrnehmen, ist der Glückskosmos Frankreich.

In einer jämmerlichen Flimmerkiste schauen sie den Helden zu, die bei der Weltmeisterschaft ihr Programm herunterspielen, aber das Ergebnis bleibt rätselhaft, denn beim Elferschießen kommt Regen auf, der Fernseher bricht zusammen und der Endstand bleibt ungewiss. So ruft der Junge Madicke seine Schwester in Frankreich an, damit er wenigstens ein Ergebnis weiß, wenn schon die Träume ungewiss sind.

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