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Thomas Zippel, Spiel's noch einmal, Gott

In einem kulturellen Ambiente der Revivals und Remakes stellt sich durchaus die Frage, ob man den ganzen Schöpfungs-Semmel nicht ironisch neu deuten sollte.

Spätestens seit ein ausgemergelter Steve Jobs seine Apple-Schöpfungen im Jahrestakt auf den Markt geworfen und sich dabei den Namen I-God eingefangen hat, ist eine Parallelsetzung zwischen Planetengeschichte und digitaler Globalisierung durchaus reizvoll.

Stanislav Struhar, Die vertrauten Sterne der Heimat

Die schmerzhaftesten Gefühle lösen allemal die Heimat und die Liebe aus, zumal wenn sie nicht da sind. Aber auch ihr Vorhandensein kann die Helden ganz schön fordern.

Stanislav Struhar lässt in seinem Roman „Die vertrauten Sterne der Heimat“ alle Düsen offen, um daraus Leichtigkeit ins Geschehen einfallen zu lassen. Schon im ersten Satz ist die Stimmung klar, Abend, Brise atmet von den Berghängen herunter, Düfte des Frühlings treten aus.

Gesa Olkusz, Legenden

Jeder Familienverband lebt davon, dass die einzelnen Mitglieder ein Narrativ entwickeln, worin geschönte Lebensläufe eine Art gelungenen Zusammenhalt zum Ausdruck bringen.

Gesa Olkusz nennt ihren Roman vielsagend „Legenden“, darin werden die Figuren der Vergangenheit oft heiliggesprochen und schön geredet, damit sich die Gegenwart halbwegs aushalten lässt. Held dieser Legenden ist ein gewisser Filbert, der gespalten in Ich-Perspektive und Außensicht durch Berlin strolcht auf der Suche nach Arbeit, Bleibe und Identität.

Harald Darer, Herzkörper

Was tut sich eigentlich täglich am Rand des Systems und kann man den Rand von der Mitte aus beschreiben oder gar verwalten?

Harald Darer sticht mit seinem Roman „Herzkörper“ in jene Wunden, die sogenannte Außenseiter für die Harmonie-bedürftige Mitte jeweils darstellen. Schon der Titel Herzkörper deutet darauf hin, dass hier ein Wärmeaustausch zwischen Emotionen und sozial- thermischen Heizkörpern stattfinden soll.

J. F. Dam, Die Nacht der verschwundenen Dinge

Es geht nicht um Gefühle, es geht um das Leben. – Nicht immer ist eine Generation imstande, ihre Absichten halbwegs klar zu formulieren.

In J. F. Dams Roman „Die Nacht der verschwundenen Dinge“ versucht ein erfolgreicher Architekt, das Leben wie einen Prestige-Bau zu entwickeln und zu vollenden. Im Grundkern ähnelt dieses Unterfangen dem „Homo faber“ von Max Frisch, der trotz aller Umtriebigkeit auf allen Kontinenten die Liebesangelegenheiten in intimster Aura nicht auf die Reihe bringt.

Gertraud Klemm, Aberland

Je bürgerlicher und biedermeierlicher die Regeln sind, umso lautloser fällt das Aufbegehren gegen die Konvention aus. Der Widerstand spielt sich nur im Hinterkopf im Aberland ab, wo ab und zu zynische Formulierungen entstehen.

In Gertraud Klemms Roman „Aberland“ versuchen Mutter und Tochter in ihren Jahrgangskapseln eingeschlossen mit dem Gesellschaftsstrom mit zu schwimmen, ohne anzuecken und das eigene Wohlbefinden zu gefährden. Heldinnen dieses Abwehrkampfes in einem trivialen Leben sind Elisabeth, 58, aus ihrer Sicht wird in den geraden Kapiteln erzählt, und ihre Tochter Franziska, 35, ihr gehören die ungeraden Auftritte.

Martin Kolozs, Ein Funke Leben

Mit dem berühmten starken Anfangssatz brennt sich ein Roman unauslöschlich in das Gedächtnis der Leserschaft. „Jeden Sonntagmorgen, seit 1998, wachte Samuel Bly alleine auf und masturbierte.“ (9)

Nicht nur wegen dieses starken Auftritts des Helden Samule Bly ist Martin Kolozs Roman „Ein Funke Leben“ eine unvergessliche Angelegenheit, das Kammerstück über Trauer, Sinn des Lebens und Verlöschen des Daseins in der dahin strömenden Zeit bremst den bloßen Tagesablauf und implementiert quer gelegte Gedanken.

Max von Gutleben, Solange noch Blätter auf den Bäumen sind …

Das Glück ist einerseits durch einfache Bilder ausgeflaggt und zwingt andererseits den Glücksuchenden zu unendlich ausufernden Schleifen, und zu allem Überdruss ist das Ende offen.

Der Glücksuchende im Hypo-Roman „Solange noch Blätter auf den Bäumen sind“ sichert sich gleich mehrfach gegen allzu eindeutige Entlarvungen seines Tuns ab.

Dietmar Dath, Feldeváye

Als das dickste Genre der Literatur gilt allenthalben die SF-Literatur. Insider führen diese gewaltigen Romane darauf zurück, dass in der SF nichts selbstverständlich oder irdisch ist und von der Schwerkraft angefangen alles neu erfunden und beschrieben werden muss.

Dietmar Dath verwendet in seinem Roman „Feldeváye“ (ausgesprochen: Feldeweihe) die Sciencefiction dafür, den ganzen Krimskrams der üblichen Fiktion auszublenden, um sich voll und ganz seinem beinahe entmaterialisierten Essay über die Kunst widmen zu können.

Gabriele Weingartner, Die Hunde im Souterrain

Heftige Liebe dauert oft über Jahrzehnte an, vor allem, wenn sie abrupt beendet wird.

Gabriele Weingartner schickt im Roman „Die Hunde im Souterrain“ das Liebespaar Felice und Ulrich durch die akademische Welt Berlins der 1970er Jahre. Während sie zu einander zu finden versuchen, sind sie umtost von weltpolitischen Angelegenheiten und dem Strom der Weltliteratur, worin sie heftig lesen und zitieren. Immerhin startet er gerade eine akademische Karriere als Politologe, während sie sich überlegt, ob eine Dissertation über Hermann Broch günstig sein könnte für wen auch immer.

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