Tirol

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Michael Forcher, Erzherzog Ferdinand II.

„Wäre es als böses Omen gesehen worden, Erzherzog Ferdinand II. hätte gleich wieder umkehren müssen. Allzu viel ging schief, als der neue Landesfürst am 17. Jänner 1567 in seine zukünftige Residenzstadt Innsbruck einzog.“ (9)

Erzherzog Ferdinand II. spielt in der Tiroler Geschichte eine beachtenswerte Rolle als humanistisch gebildeter Kunstliebhaber mit großer Kunstsammlung sowie als wichtiger Protagonist der Gegenreformation. Berühmt gemacht hat ihn jedoch seine skandalöse Ehe mit der Kaufmannstochter Philippine Welser, für die er Schloss Ambras mit seiner weithin berühmten Kunst- und Wunderkammer errichten ließ.

Georg Jäger (Hrsg.), Melachgeflüster

Kluge Täler geben dem Hauptfluss immer einen anderen Namen als dem Tal selbst, so können Feinde abgewehrt werden, indem man sie verschickt. Wenn jemand nämlich fragt, wo die Sellrain fließt, kann man ihn verschicken, im Sellraintal nämlich fließt die Melach.

Georg Jäger hat das Raunen und Ächzen, das Rumpeln und Schottern der Melach ausgegraben, wie es zwischen 1800 und der Zwischenkriegszeit in Sagen transportiert, mündlich überliefert oder in Lokalzeitungen zum Vorschein gekommen ist.

Lenz Koppelstätter, Die Stille der Lärchen

Die unbarmherzig zupackende Krimiwelle zwingt die Autoren dazu, den letzten Tropfen Sinn aus dem literarisch anvisierten Land zu quetschen. Denn wenn irgendwo wirklich alles schon mehrmals gesagt worden ist, dann im Reich der Krimis.

Lenz Koppelstätter wehrt sich gegen das „Alles schon Erzählte“ mit seinem intelligenten Commissario Grauner, der wie im Krimi nicht unüblich intelligenter ist als sein Publikum. Er ist eigentlich mit Hingabe Viehbauer und macht die Kriminalfälle nur, weil er beim Staat angestellt ist. Weitum bekannt ist er für seine Mahler-Symphonien, die er während der Stallarbeit zur Erbauung der Kühe abspielt. Ihm zur Seite steht der Neapolitaner Saltapepe, der sich schon nach einem einzigen Fall perfekt in Südtirol eingelebt hat und innig nach einem weiteren Fall giert.

David Casagranda, Tirolés

Die Tiroler sind die idealen Abenteurer, die überall auf der Welt Staunen auslösen. Seit Jahrhunderten arbeiten sie an diesem Mythos.

David Casagranda erzählt in einer Schlussnotiz, was an Patriotismus es mit dem Roman „Tirolés“ auf sich hat. Als der Südtiroler Schriftsteller Kurt Lanthaler einmal schnell einen Stoff braucht, um an der Berliner Filmakademie einen Prüfungsdreh zu bestehen, wird er von David Casagranda verlässlich mit Stoff versorgt. Ein bisschen von diesem augenzwinkernden Schnell-Stoff ist noch im Cover-Text enthalten, wenn von einem „historischen Lederhosenwestern“ berichtet wird.

Alois Schöpf, Tirol für Fortgeschrittene

Ein Essay ist eine literarische Kunstgattung und als solche für Postings ungeeignet. Einem Essay begegnet man als Leser nicht mit der Bemerkung „gefällt mir“, sondern man überlegt seine eigene Einstellung zum Thema anhand der aufgeführten Sachlage. Das macht den Essay letztlich zu einem offenen Werk, das in gewisser Weise immer Recht hat.

Alois Schöpf gerät für seine Bemerkungen auf den Titel „Tirol für Fortgeschrittene“, weil er die Verfasser von „Tirol für Anfänger“, Paul Flora und Hans Weigel, persönlich gekannt hat. Er macht Fortgeschrittene daraus, weil sich alles weiterentwickelt hat und viele auch aus dem Land fortgeschritten sind. Das unterscheidet die Fortgegangenen vom Autor, der nach ein paar Jahren in Wien wieder zurück musste ins Herz der Alpen und seither leidet oder flucht, sofern ihm nicht durch die Blasmusik gewisse Auszeiten gegönnt sind.

Bernd Schuchter, Gebrauchsanweisung für Tirol

Der Führer muss braver sein als das Land, durch das er führt! - Nach dieser Tourismus-Vorgabe erscheinen in Tourismus-Ländern regelmäßig Führer, die eine brave Geschichte fortschreiben und mit dem Hauben-Koch des aktuellen Jahres beenden.

Bernd Schuchter hat unter dieser Vorgabe die „Gebrauchsanweisung für Tirol“ verfasst. Zusätzlichen Druck macht ihm dabei Reinhold Messner, der vor Jahren im gleichen Verlag die Gebrauchsanweisung für Südtirol geschrieben hat.

Brigitte Mazohl u.a., 99 Fragen an die Geschichte Tirols

Geschichte besteht wie auch Literatur hauptsächlich aus Vermittlung. Erst wenn wir Quellen, Erzählungen und Dokumente in die Hand nehmen, wird daraus Geschichte. Das erklärt auch, warum jede Generation immer wieder die Geschichte neu erzählen muss.

Während spektakuläre Aufbereitungen der Geschichte in Form von Apps, Schautafeln oder Comics oft den Stoff mit Methode zudecken, hat das gute alte Frage-Antwortspiel immer noch den Vorteil, dass es Quiz-gemäß den Spieltrieb stillt und Pflicht-gemäß für allerhand Varianten des überprüfbaren Bildungssystems geeignet ist.

Wolfgang Ingenhaeff-Berenkamp, geister. teufel. fromme mädchen

Jeder Ort besteht neben seiner Verankerung im GPS aus guten Geschichten, die ihn bei jedem Wiedererzählen noch einmaliger machen.

Wolfgang Ingenhaeff-Berenkamp hat sich den reichen Sagenschatz rund um die Silberstadt Schwaz zur Brust genommen und für ein Buch aufgearbeitet. Sagen müssen nämlich wie jeder Datenträger ständig umgespult und umkopiert werden, will man ihre Strahlkraft erhalten.

Thomas Winkelbauer u.a., Geschichte Österreichs

„Jede »Geschichte Österreichs« ist letzten Endes ein Konstrukt, ein Konstrukt freilich, das die Österreichhistoriker nicht nur den historisch wissbegierigen Österreicherinnen und Österreichern, sondern allen an der Geschichte Europas und Österreichs in Europa Interessierten schuldig sind.“ (31)

Die „Geschichte Österreichs“ spannt den historischen Bogen von der römischen Herrschaft, 15 v. Chr., bis in die unmittelbare Gegenwart der 2. Republik im Jahr 2015. Dabei wird den Leserinnen und Lesern anschaulich vor Augen geführt, wie sehr sich die politische Landschaft eines geographischen Raumes im Laufe von zwei Jahrtausenden verändert hat.

Oswald Stimpfl, Südtirols schönste Waalwege

Die Überlebensgeräte von früher werden die Vergnügungsstücke der Gegenwart. Die Arbeitslandschaft der Vorfahren wird zu einer Vitrine des Tourismus. Die Müßiggänger von morgen werden auf den Autobahnkleeblättern von heute flanieren.

Oswald Stimpfl fordert mit seinem Begleitbuch entlang der schönsten Waalwege Südtirols geradezu zeitlose Vergleiche heraus. Die Waale sind nämlich nicht nur eine Einrichtung des Überlebens, womit man früher klug dosiert frisches Wasser in die trockensten Flecken des Vinschgaus gebracht hat, da in den Waalen ständig Wasser fließt, sind diese auch Sinnbild für Vergänglichkeit, Zeit, Geschichte, kurzum für das Leben.

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