Beziehung

S. J. Kincaid, Diabolic

„Alle glaubten sie, Diabolics seien furchtlose Kreaturen, doch in meinen ersten Jahren kannte ich nichts als Angst. Die Angst hatte mich auch an jenem Morgen fest im Griff, als die Impyreaner mich in den Gehegen besichtigten.“ (9)

In einer entfernten Zukunft, in der interstellare Raumreisen zum Alltag gehören, besteht in zwischen den Gesellschaften eine strenge Hierarchie. Die Grandyloquay, die Aristokratie und Mächtigen, lassen sich eigene menschenähnliche Wesen züchten, die ihnen im Alltag zu Diensten sind. Nemesis ist eine siebzehnjährige Diabolic, die als tödliche Kampfmaschine gezüchtet wurde, die allein ihrer Herrin dienen soll, auf die sie mit Hilfe elektrischer Stimulation geprägt wird.

Katja Brandis, Woodwalkers - Carags Verwandlung

„Zwei Jahre später, mit elf, entschied ich mich. Aber nicht so, wie meine Familie das gerne gehabt hätte. Ich will zu den Menschen und so leben wie sie, verkündete ich eines Morgens, nachdem wir uns den Tau aus dem Fell geschleckt hatten. Carag hat es in den Kopf geregnet, zog Mia mich auf und verpasste mir einen Hieb mit eingezogenen Krallen.“ (16)

Carag lebt als Puma mit seinen Eltern und seiner Schwester in den Wäldern der Rocky Mountains. Sie sind Woodwalker, Gestaltwandler, die sich in eine menschliche Gestalt verwandeln können. Während Carags Eltern die Menschen fürchten und ihren Umgang meiden, fühlt sich Carag von einem Leben als Mensch magisch angezogen. Als er beschließt sein weiteres Leben in Menschengestalt zu verbringen, wendet sich seine Familie von ihm ab.

Bernd Penners, Gute Nacht, wünscht die Eule

„Gleich ist es dunkle Nacht im Wald, die müden Tiere schlafen bald. Die kleine Eule aber, ach, sie schlief am Tag – nun ist sie wach! Und plötzlich fliegt sie los, gib acht, wünscht allen Tieren: »Gute Nacht!«“

Wenn es Nacht wird im Wald, die Tiere müde werden und sich langsam zur Nachtruhe begeben, dann erwacht die kleine Eule. Alle Tiere, und ganz besonders die zahlreichen Tierkinder, warten schon auf sie schon und ihren nächtlichen Gruß zur Guten Nacht.

Renus Berbig, Die leise Luise

„»Du kannst schon gut lesen«, sagt Mama. »Und wenn du noch ein bisschen lauter lesen würdest, dann wäre es perfekt.« Mama lächelt und streicht Luise übers Haar. Aber Luise lässt plötzlich die Mundwinkel hängen. Immer wieder fangen sie damit an. Weil sie so leise spricht. Deswegen nennen sie alle die leise Luise.“ (37)

Die siebenjährige Luise fühlt sich wohl zu Hause bei Mama und Papa und ihren beiden Brüdern Ben und Simon. Ihr fällt es nur schwer sich bemerkbar zu machen oder durchzusetzen. Luise hat nämlich eine leise Stimme und wird zu Hause und in der Schule meist überhört. Sie entdeckt aber, dass leise sein nicht immer ein Nachteil sein muss.

Andrew Lane, Young Sherlock Holmes - Tödliche Geheimnisse

„Sherlock blickte auf das Haus zurück, als das Boot sie in langsamer, aber stetiger Fahrt an dem unheilvollen Gebäude vorbeitrug. Fast schien es, als würde das Gebäude sich bewegen, als würde es seine Frontseite und die schwarzen Fenster stetig auf sie gerichtet halten.“ (39)

Nach Sherlock Rückkehr aus Irland teilt ihm sein älterer Bruder Mycroft während eines Violinkonzerts mit, dass dieser für ihn einen Bildungsaufenthalt in Oxford geplant hat. Sherlock soll von Mycrofts ehemaligem Studienfreund Charles Lutwidge Dodgson, einem Dozenten für Logik, der unter dem Pseudonym „Lewis Caroll“ die Fantasieabenteuer „Alice im Wunderland“ verfasst hat, unterrichtet und auf das spätere Studium vorbereitet werden. Rein zufällig erfährt Sherlock auch, dass sich sein Bruder mit einem „Mortimer Maberley-Problem“ in Oxford beschäftigt.

James Frey, Endgame. Die Entscheidung

„Aucapoma Huayana hat gesagt, dass die Cahokianer damals gemerkt haben, dass die Schöpfer sterblich sind. Sie hatten einfach nur mehr Wissen und Technologie als die Menschen. Sie hat gesagt, dass euer Geschlecht mit einer alten Schöpfer-Waffe gegen die Außerirdischen gekämpft hat.“ (66)

Zwölf auserwählte Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren werden als Vertreter ihres Geschlechts von einem Außerirdischen Namens kepler 22b zu einem Spiel auf Leben und Tod gerufen. Nur wem es gelingt, in den Besitz des Erdschlüssels, Himmelsschlüssels und Sonnenschlüssels zu kommen, kann sein eigenes Geschlecht vor dem drohenden Weltuntergang durch den Abbadon genannten Meteoriten retten.

Marcin Szczygielski, Hinter der blauen Tür

„Immer wieder muss an diesen Tag denken, obwohl er schon über ein Jahr zurückliegt. Aber irgendwie ist es auch klar – schließlich ist damals mein ganzes Leben über den Haufen geworfen worden. Ich war gerade mal elf Jahre alt und konnte viele Dinge noch nicht so gut verstehen.“ (7)

Lukasz Borski und seine Mutter leben allein in Warschau. Seinen Vater hat er nie kennengelernt und seine Mutter wehrt alle seine Fragen nach ihm vehement ab. Auf ihrer Fahrt in den Urlaub kommt es zu einem folgenschweren Unfall, als ein entgegenkommendes Auto auf ihre Fahrbahn kommt. Lukasz wird schwer am Bein verletzt, während seine Mutter im Koma liegt und mit ihrem Leben kämpft. Die Wohnung muss verkauft werden und Lukasz von einem Tag auf den anderen bei seiner Tante Agata wohnen, von der er bis zu diesem Augenblick noch nie etwas gehört hat.

Steve Smallman Ein Zebra als Ehrengast

„»Schau mal, Elefant!«, ruft Zebra. »Ich habe eine Einladung vom König bekommen!« An das klügste und wunderschönste Tier der Savanne. Bitte sei heute Abend der Ehrengast bei meinem Festmahl. Von seiner Königlichen Hoheit Löwe.“ (4)

Zebra fühlt sich geschmeichelt und ist unglaublich stolz darauf, vom König persönlich als Ehrengast eingeladen worden zu sein. Elefant erschrickt und rät Zebra dringen davon ab zum Löwen zu gehen. Aber Zebra weist den Rat, der nur von Neid geleitet sein kann, energisch zurück.

Erhard Dietl, Gustav Gorky besucht den blauen Planeten

„Ich wohne auf dem Planeten Gorky am hinteren Ende der Milchstraße. Mein gorkyanischer Name ist Y3. Du als Erdling darfst mich Gustav Gorky nennen.“ (5)

Gustav Gorky ist Reporter der Planetenzeitung „Der Urknall“ auf dem Planeten Gorky, weit entfernt von der Erde im hinteren Ende unserer Galaxie. Der technische Fortschritt auf Gorky ist dem der Erde weit überlegen und so gehören Reisen bis in die hintersten Bereiche der Milchstraße für Gustav Gorky zum Arbeitsalltag.

Jörg Mühle, Tupfst du noch die Tränen ab

„Aua! Hasenkind ist hingefallen! Hoffentlich ist nichts passiert. Lass uns mal schauen. Oje – voll auf den Arm, das tut weh!“

Wie lässt sich ein kleines Kind trösten, das sich gerade wehgetan hat. Eine kleine Geschichte hilft immer, lenkt ab und zeigt, dass auch anderen Kindern Unglück widerfährt und wie diese mit ihrem Schmerz umgehen.

Volltextsuche:
Bilder.tibs.at
 
Auf bilder.tibs.at finden Sie freie Bilder zu unzähligen Themen!