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Almut Tina Schmidt, Zeitverschiebung

Seit die Menschen Tag und Nacht online sind, heißt die häufigste Formel der Begegnung: Können wir den Termin verschieben? Dahinter steckt die Ahnung, dass man die Zeit nur besiegen kann, wenn man sie verschiebt.

Almut Tina Schmidt setzt ihre Ich-Erzählerin einem Gezeitensturm aus. Kaum wird etwas geplant, macht die Zeit was sie will, kaum ist die Zeit persönlich strukturiert, passt sie nicht mehr in die öffentlich verwaltete. Und die unbeantwortbare Frage lautet, wann ist der richtige Zeitpunkt für etwas gekommen?

Akram El-Bahay, Henriette und der Traumdieb

„Und in der Nacht, die nun anbrach, verirrte sich Henriette auf eine dieser gefährlichen Straßen. Als sie am nächsten Morgen aufwachte und sich erschrocken im Bett aufsetzte, wusste sie, dass etwas Schreckliches geschehen war. Etwas unvorstellbar Gemeines und Hinterhältiges. Ein Verbrechen. Jemand hatte ihren Traum gestohlen.“ (16)

Henriette ist eine hervorragende Träumerin, die sich an all ihre Träume bis auf kleinste Detail erinnern kann. Umso großer ist der Schock als sie eines Morgens aufwacht und erkennen muss, dass sie sich nicht mehr an ihren letzten Traum erinnern kann. Als sie ihrem Zwillingsbruder Nick vom Diebstahl ihres Traumes erzählt, macht sich dieser, wie so oft über Henriette lustig. Völlig verwirrt von ihrem Erlebnis, beschließt sie, den geheimnisvollen Buchhändler Anobium um Rat zu fragen.

Thomas Northoff, Nein Eleven

Kampfschreie unterliegen keiner Rechtschreibregel, weshalb die Graffiti mit anderen Wörtern an den Mauern kleben als die Lehrsätze im Innern eines Geschichtsbuches.

Thomas Northoff ist Graffiti-Forscher und dadurch wohl auch zu einem Graffiti-Lyriker geworden. Sein „Nein Eleven“ ist eine riesige Wurst voller Kampf, Krieg, Elend und Irrtum, die über hundertfünfzig Seiten ausgegossen ist. Keine Wand der Welt könnte diese Gedächtnisschrift aufnehmen, die auf jene Katastrophe reagiert, die mittlerweile unter nine eleven subsummiert wird.

Beck Stanton, Das ist ein Ball

„Das ist ein Ball. Bist du sicher? Hmmm … Ich glaube, du solltest noch mal genau hingucken. Das ist ein Hund. Nee, das ist ganz sicher ein Hund. Ich erkenne seine Augen. Die Beine. Das muss ein Hund sein.“

Erwachese und Kinder lesen gemeinsam ein Bilderbuch. Aber was passiert denn da? Was die Eltern das ständig behaupten, ist doch glatter Nonsens. Ein Würfel soll ein Ball sein und ein Elefant ein Hund nur, weil er Augen und Beine hat? Beruhigend, dass Erwachsene nicht alles wissen und Kinder sich zu wehren verstehen.

Siegfried Frech / Dagmar Richter (Hg.), Der Beutelsbacher Konsens

„Der Beutelsbacher Konsens bietet Politiklehrerinnen und –lehrern auf den ersten Blick eine didaktische Hilfestellung. Für die Förderung der politischen Analyse-, Urteils- und Handlungskompetenz der Schülerinnen und Schüler sind die drei Konsenssätze unverzichtbare Standards. Allerdings lösen die drei Prinzipien des Konsenses nicht das Dilemma der Authentizität der Lehrenden.“ (14)

In den Beutelsbacher Gesprächen 1976 einigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den Bereich der politischen Bildung auf eine formlose Übereinkunft. Zu den Beutelsbacher Konsenssätzen, die im Bereich der Didaktik oder im Schulunterricht der politischen Bildung allgemein anerkannt sind, gehören das Überbewältigungsverbot, das Kontroversitätsgebot und die Befähigung zur Partizipation am politischen Leben. Vierzig Jahre später stellt sich die Frage, welche Bedeutung der Beutelsbacher Konsens in der Gegenwart hat und ob Ergänzungen oder Anpassungen notwendig sind.

Ulf Nilsson, Kommissar Gordon - Ein Fall für Buffy

„Im vergangenen Winter war ein kleines Mäusemädchen, null Jahre alt, in den Wald gekommen. Sie und Kommissar Gordon waren sich begegnet, als der Kommissar ein Eichhörnchenloch bewacht hatte.“ (27)

Es ist nun beinahe schon ein Jahr her, seit die kleine Maus Buffy von Kommissar Gordon entdeckt und in der Polizeistation untergekommen ist. Mittlerweile ist Buffy selbst Kommissarin und sorgt mit Gordon im Wald für Sicherheit. Aber wo hat Buffy eigentlich gelebt, bevor sie von Gordon im Wald aufgelesen worden ist und wo befindet sich ihre Familie?

Petra Nachbaur, Lele

Beim historischen Schundheft der 1960er Jahre haben sich immer alle Beteiligten versteckt. Jetzt beim grandiosen Revival vom „Schundheft“ wird zwar ebenfalls die übliche Publikationsordnung auf den Kopf gestellt, die Autorinnen und Graphikerinnen verstecken sich aber nur lose hinter Initialen, die Herausgeber gehen in den Untergrund des Covers und der Titel verfehlt knapp den Villacher Fasching und propagiert „Lele“, was vermutlich in der Geheimsprache „Lesen!“ heißt.

Vom Format her gesehen lässt sich das Schundheft elegant in einem betulichen Reclam-Heftchen verstecken und erinnert ein wenig an einen hochgestellten Prinzen Eisenherz. Und auch das Motto kann sich sehen lassen, völlig unvegan wird gefragt „Zuerst Henne? Zuerst Huhn?“

Lisa Yee, Supergirl auf der Super Hero High

„Wieder auf ihrem Zimmer schaute sie sich das Werbevideo der Super Hero High School an. Zur ihrer eigenen Überraschung und trotz ihres anfänglichen Zögerns, fühlt sie sich von der Schule angezogen. Sie sah einladend und nett aus und alle schienen nett zu sein.“ (18)

Kara Zor-El alsias Supergirl ist nach der Zerstörung ihres Heimatplaneten Krypton erst vor kurzem auf der Erde gelandet, wo sich Jonathan und Martha Kent, Supermans Adoptiveltern um die Vollwaise kümmern. Die beiden beschließen Supergirl auf die Super Hero High zu schicken, wo sie gemeinsam mit anderen jugendlichen Superhelden ihre Superkräfte entwickeln und kontrollieren lernen soll.

Lily King, Vater des Regens

Wenn es nach den Forschungsdisziplinen Psychologie und Literatur geht, sind Vater und Tochter ausschließlich deshalb auf der Welt, damit sie Schwierigkeiten kriegen und dann einen Psychologen oder eine Bibliothek aufsuchen können.

Lily King beginnt ihr Kammerstück der Familienverhältnisse mit einer Idylle, und das bedeutet im Roman fast immer Schrecken. Die Ich-Erzählerin Daley kriegt zum elften Geburtstag ein Hündchen, aber schon als sie damit nach Hause kommt, ist klar, dass das Hündchen nicht ihr gehören wird, so wie der Pool nicht, den sie zum fünften Geburtstag gekriegt hat.

Timothée de Fombelle, Die wundersamen Koffer des Monsieur Perle

„Wie konnte er erraten, dass dieses große Risiko, das Risiko mir zu vertrauen, ihn Jahre später retten würde? Ich glaube, dass das grausame Mädchen, das sich in den Filmrollen verbarg, uns beide gerettet hat, indem es mir eine Träne entlockte.“ (30)

Ein jugendliche Ich-Erzähler trifft im Wald auf den mysteriösen Monsieur Perle, der gemeinsam mit seinen beiden Hunden in einer kleinen Hütte lebt, voller Koffer mit Gegenständen, die er auf seinen zahlreichen Reisen gesammelt hat. Er ahnt nicht, dass es sich bei dem alten Herrn um einen verbannten Prinzen handelt, der nach Spuren sucht, um in seine Märchenwelt zurückzukehren. Immer mehr zieht die Geschichte des Monsieur Perle den jungen in seinen Bann und führt ihn Jahrzehnte später zurück zu der geheimnisvollen Hütte im Wald.

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