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Paul Theroux, Hotel Honolulu

Hotel und Literatur sind seit Jahrhunderten Gefährten und fast schon so innig verbunden wie Mensch und Hund. Das Hotel ist wie der Mensch auf fast allen Kontinenten verbreitet und befriedigt dabei gleichermaßen globale und regionale Tendenzen, die jederzeit zu einer Geschichte führen können.

Paul Theroux, der alte Reiseliteraturfuchs, verwendet im Hotel Honolulu einen feinen Erzähltrick. Er schickt das erzählende Ich in eine Schreib-Krise und folglich in einen leeren Vorstellungs-Raum. Der Erzähler nimmt im Honolulu den Job eines Geschäftsführers an, und schon sind die Geschichten da. Das Hotel hat achtzig Zimmer und tatsächlich hat auch das literarische Hotel achtzig Kapitel.

Katharina Bendixen, Zorro, der Mops - Abenteuer im Bammelwald

„Die Luft roch nach Sonne, See und Gänseblümchen, ein Specht tockte gegen eine Eiche und ein Mops flog durch die Luft. Moment mal. Ein Mops flog durch die Luft? Ein Mops konnte nicht fliegen, oder? War dieser Mops etwa ein Superheld? Oder ein Flughund?“ (9)

„Zorro, der Mops stammt aus einer abenteuerlustigen Familie“ (18) und diesem Motto bleibt Zorro auch treu, als er bereits größer ist und seine Eltern beschließen, mit dem Segelboot ans Ende der Welt zu reisen, um Großonkel Hulko zu besuchen. Zorro bleibt allein in Bummelhausen zurück, um seine eigenen Abenteuer zu erleben. Aber so sehr er auch suchte, stellte sich jedes vermeintliche Abenteuer als Irrtum heraus.

Christa Mulack, Gewalt im Namen Gottes

„Warum also ein Buch, das sich mit jenem Glauben befasst – dem Monotheismus –, dessen Gott dem Machtkalkül einer priesterlichen Verfassergruppe entsprungen scheint, deren Wahrheitsbedürfnis weit hinter ihrer Machtgier zurückstand?“ (12)

Christa Mulack geht in ihrer Monographie den theologischen Grundlagen der Gewalt in den monotheistischen Religionen des Judentums, Christentums und des Islam nach und untersucht dazu das Gottesbild und die Glaubensrichtlinien im Alten Testament. Eines der zentralen Leitmotive des Buches bildet die Erkenntnis, dass mit der Durchsetzung der Idee der „Jawhe-Allein-Bewegung“ von einem einzigen männlichen Gott, das weibliche Element der polytheistischen Glaubenswelt mit Gewalt vertrieben worden ist.

April Genevieve Tucholke, All the strangest things are true

„Angeblich ist man in dem Alter noch zu jung für die wahre Liebe, ich aber nicht. Ich liebte Poppy. Sie war das Mädchen von nebenan, das vom Fahrrad fiel und sich über die blutigen Knie kaputtlachte. Sie war die Heldin des Wohnviertels …“ (6)

Als seine Mutter und sein Bruder die Familie verlassen haben, zieht der 16-jährige etwas schüchterne Midnight mit seinem Vater an den Rand eines kleinen Städtchens. Dort freundet er sich mit der rothaarigen, gleichaltrigen und geheimnisvollen Wink an, die mit ihren zahlreichen Geschwistern allein mit ihrer Mutter auf einer Farm lebt. Midnight muss aber immer wieder an seine erste große Liebe Poppy denken, die ihn wie ein Spielzeug zu kontrollieren weiß.

Waltraud Seidlhofer, Langsame Figuren

Es gibt in der österreichischen Poesie eine konsequente Richtung, die politisch-poetische Vorgänge eines kleinen Landes mit der Ästhetik von Unbestechlichkeit verbindet.

Lose verknüpft sind die Protagonisten dieser Schreib-Haltung am ehesten durch den Heimrad-Bäcker-Preis, dessen Namensstifter seinerzeit eine minimalistische Poesie politischer Sachlichkeit mit der „edition neue texte“ ins Leben gerufen hat.

Timo Brunke, 10 Minuten Dings und andere Ideen zum Leben und Schreiben

„Bist du nicht gescheit, doch klug? Liebst du den Gedankenflug? Kritzelst du mit linker Hand gern auf kritzelfreie Wand? Bist du gern nicht ganz bei Trost? Sagst du gern zum Müsli »Prost«? […] Dann, ja dann, Gedankenstrich – Dann ist das ein Buch für Dich!“

Dieses Buch wendet sich nicht nur an sprachinteressierte junge Leserinnen und Leser sondern vor allem an Kinder und Jugendliche, die auch selbst gerne mal mit der Sprache spielen und eigene Zeilen und Texte verfassen möchten. Das Handwerkzeug dazu als ständige Begleiter sind ein Karteikasten, Reiterkarten, Notizheft und Schreibutensilien. Und schon kann das Abenteuer Sprache und Fantasie beginnen.

Elisabeth Schicketanz / Robert Boulanger, Wildwochen

Alles Helle auf der Vorderseite hat meist etwas Dunkles auf der Hinterseite. Wer mit dem Finger durch die Speisekarte der Wildwochen fährt, muss wissen, dass zumindest in Österreich allerhand Blut und Dreck auf der Rückseite der Speisekarte steht.

Elisabeth Schicketanz und Robert Boulanger haben sich lustvoll der österreichischen Seele angenommen, die bekanntlich verbrämt durch urbane Sequenzen als archaisches Finsterland im erweiterten Speckgürtel rund um die Hauptstadt ansässig ist. Wer verstehen will, wie dieses ironisch-feudale Österreich tickt, das sich zwischen Deix-Figuren in Ackerfurchen versteckt, kommt an der Jagd nicht vorbei. Allein in Niederösterreich sind gut dreißigtausend Jagdscheine im Umlauf, (91) sagt jemand ganz verbittert, als er nicht mehr weiterweiß.

M. Christina Butler, W-w-wer hat schon Angst im Dunkeln?

„Vor lauter Lachen und Spielen merken die Freunde gar nicht, wie der Tag vergeht, und plötzlich ist es stockdunkel. Schnell leiht sich Filippo von Tinchen eine Laterne und hopst durch den Wald zu seinem Teich.“

Der Frühling ist endlich wieder da und die fünf Freunde Filippo Frosch, Denni Dachs, Ibo Igel, Hansi Hase und Tinchen, die kleine Haselmaus springen vergnügt in der Wiese umher. Dabei vergessen sie ganz die Zeit und werden vom Abend überrascht. Mit Tinchens Laterne sucht Filippo den Weg zum Teich. Aber als er in Wasser springt, taucht plötzlich ein riesiges schwarzes Teichmonster aus dem Schilf auf, das mit weit ausgebreiteten Armen nach ihm greift.

Erika Kronabitter, La Laguna

Die Geschichte ist nicht nur ein Ablauf von Ereignissen, die hintereinander gelesen eine Story ergeben, Geschichte ist vor allem ein zerrissenes Gebilde, das sich nur schwer zu einer Collage zusammenkleben lässt.

Erika Kronabitter geht mit ihrem Roman der Frage nach, ob man Frieden mit der eigenen Geschichte schließen kann, wenn man ihr genug Zeit lässt. „Überblick erhält, wer Abstand gewinnt.“ (227)

Matthias Weinert, Dino Wheelies - Die versunkene Welt

„In diesem wunderlichen Tal in ferner Zukunft reicht häufig ein kleiner Anlass, um etwas ganz Großes in Gang zu setzen. Dass allerdings der Wunsch nach warmen Füßen in einen handfesten Kampf um die Weltherrschaft ausarten könnte …“ (11)

Im Jahr 2084 haben die letzten Menschen die Erde mit dem Raumschiff verlassen, um sich in entfernten Welten eine neue Heimat zu suchen. Aus den Abfällen und dem Schrott, den sie zurückgelassen haben, entwickelten sich im Laufe der Evolution neue Lebewesen: die Dino Wheelies, Dinosaurier auf Rädern. Die drei dicken Freunde Bo, Pukki und Tanka erleben spannende Abenteuer in Neo Pangea, einer aufregenden Welt der Zukunft.

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