Rezension und Tipps für den Unterricht: anonym

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Ursula Poznanski hat in Zusammenarbeit mit Arno Strobel den Thriller „anonym“ verfasst. Der Thriller beschreibt einen Kriminalfall im Darknet, ein mysteriöses Forum steht im Zentrum der polizeilichen Ermittlungsarbeit des Hamburger Kommissars Buchholz und seiner Kollegin Salomon.

Die erste Zusammenarbeit der beiden führt sie zu einer Leiche auf einem verlassenen Fabriksgelände. Schnell decken sie ein Internetforum auf. Dieses hat es sich zum morbiden Spiel macht, Kandidaten aufstellen zu lassen, welche nach Abstimmung der User getötet werden. Die anonymen Mitglieder wählen Personen aus, denen sie den Tod wünschen. Schließlich wird entschieden, welcher Person der Liste als „Gewinn“ der Tod winkt.

Die Vorgehensarbeit der Polizei, die Forumsnutzer und gleichzeitig Drahtzieher der Morde aufzudecken, gestaltet sich als äußerst schwierig, da das Forum im Darknet, in einem schwer zugänglichen Teil des Internets, liegt. Zudem es nicht bei dem ersten Mordfall bleibt, es mehren sich die Vorfälle in Hamburg und die Täter scheinen immer perfider ans Werk zu gehen.

Zum Werk

Der Thriller „anonym“ erschien im Oktober 2016 als Erstauflage im Rowohlt Verlag bei Wunderlich. Das Buch umfasst 379 Seiten, es handelt sich um eine Hardcover-Gestaltung.

Bewertung

Inhaltlich kann dieser Titel nur jeden Fan des Krimi-Genres begeistern. Der Erzählstrang baut einen mitreißenden Spannungsbogen auf, wobei man sich lange im Unsicheren wähnt, worauf die Mordfälle in der Stadt zurückzuführen sind.

Die Sprache des Autorenduos lebt von pointierten Dialogen des Kommissaren-Paares und situationsgerechten Beschreibungen der Internet-Szenerie.

Poznanski gilt nach ihrem fulminanten Erstlingswerk-Erfolg mittlerweile als Garant für Thriller-Bestsellerliteratur. Mit diesem Werk bietet sie wiederum absolute Leseunterhaltung.

Didaktisch-methodische Überlegungen

Der vorliegende Titel eignet sich sehr gut für die Altersstufe von Schülern einer Polytechnischen Schule. Krimi und Thriller entsprechen zu einem großen Teil dem Lesegeschmackes der 15-16-Jährigen.

Die polizeiliche Ermittlungsarbeit führt in die Welt des Darknets, womit die beschriebenen Mordfälle einen sehr aktuellen Hintergrund bekommen. Gerade der Bezug zur Schattenwelt des Netzes versteht es das Interesse der Jugendlichen für dieses Buch zu wecken.

Im Unterricht können, ausgehend vom Inhalt, Diskussionen im Plenum zum Thema „Cybercrime“, die Schattenseiten der digitalen Welt und die Verletzlichkeit des Individuums als gläserner Mensch im Zuge der eigenen Internetpräsenz angeregt werden.

Der Titel weist auf das gefährliche Phänomen der Anonymität hin, laut jenem die Mordfälle im Thriller erst möglich werden. Auch darüber kann im Klassenverband diskutiert werden. Wie wandelt sich der Mensch im Tun und Handeln, wenn er sich in der vermeintlichen Sicherheit der Anonymität wähnt?

Empfehlenswert ist es das Buch als individuelle Schülerlektüre zu empfehlen. Dabei kann der Leseprozess des einzelnen Schülers mittels unterschiedlicher Leseaufgaben begleitet werden.

Arbeitsaufgaben für den Schüler

  • Wähle einen spannenden Abschnitt der Handlung aus und bereite ihn zum vortragenden Lesen im Plenum vor. Stelle deinem Publikum diesbezüglich Fragen, um dessen Fähigkeit des Zuhörens zu schärfen.
  • Beschreibe die Protagonisten. Mit welchen Attributen können sie in ihrer Rolle als Kommissare beschrieben werden?
  • Gib eine abschließende Buchbewertung in Form einer Schulnote und eines kurzen verbalen Kommentars ab. Würdest du diesen Thriller deiner besten Freundin/deinem besten Freund weiterempfehlen?

Text: Katrin Winkler

Grafik: Rowohlt Verlag

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