Lesepanorama

Tiroler Kulturservicestelle: „Nahrung für Geist und Seele“ – 40 Jahre Kulturvermittlung an Tiroler Schulen

Vor mittlerweile 40 Jahren gründete der damalige Kulturlandesrat und amtsführende Landesschulrats-Präsident Fritz Prior die Tiroler Kulturservicestelle, die sich im Laufe der Jahre zu einer Erfolgseinrichtung entwickelt hat, die sich aus dem Kulturleben der Tiroler Schulen nicht mehr wegdenken lässt.

Jedes Jahr ermöglicht das dichte Netz an Veranstaltungen Schülerinnen und Schülern aller Schulstufen und Bezirke Tirols Kultur unmittelbar und greifbar zu erleben. 2.746 Veranstaltungen im vergangenen Schuljahr sprechen für sich und machen die Veranstaltungsreihe zu einem österreichweit einzigartigen Erfolgsmodell.

Auftakt zum Jahresprojekt Offene Grenzen

Am 24. September fand im niederösterreichsichen Schloss Hof der Auftakt zum Buchklub-JahresprojektOffene Grenzen statt. Dabei erzählten Zeitzeugen wie Peter Michael Lingens oder Jutta Treiber von ihren Erinnerungen an den Eisernen Vorhang. Die Theatergruppe mopkaratz brachte den neuen Buchklub CROSSOVER-Band Offene Grenzen als Lesetheater auf die Bühne.

Freie Unterrichtsmaterialien zur Leseförderung auf „Lesen und Verstehen“

Auf der Internet-Site zur Leseförderung des Stadtschulrats für Wien „Lesen und Verstehen“ werden Leseförderprogramme von der Grundschule bis zur Matura frei zur Verfügung gestellt.

Bei den Online-Kursen finden sich Kurse für die intensive Leseförderung für die 4. und 5. Schulstufe, zum Textverstehen für die 6. und 7. Schulstufe und zur Textkompetenz für die 8. und 9. Schulstufe. Materialien zum Ausdrucken gibt es für alle Schulstufen der Grundschule, ebenso wie für die Schulstufen der Sekundarstufe I und II. Daneben werden grundsätzliche Informationen für die Verwendung des Hernalser Lesetest als Diagnoseinstrument angeboten.

Ausstellung "Druckfrisch": Der Innsbrucker Wagner-Verlag und der Buchdruck in Tirol.

Seit Mitte Juni läuft im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum die Ausstellung „Druckfrisch. Der Innsbrucker Wagner-Verlag und der Buchdruck in Tirol“. Die mit knapp 200 Exponaten gefüllte Schau beleuchtet einen der ältesten noch existierenden Wissenschaftsverlage des deutschsprachigen Raumes von verschiedener Seite.

Neben der umfangreichen Buchproduktion finden historische Notendrucke aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, eine Besonderheit des Verlages, sowie das Handwerk eine große Beachtung. So kann die Clarissa genannte Buchdruckerpresse aus Brixen bewundert werden, die sich die älteste erhaltene hölzerne Presse des deutschsprachigen Raumes nennen darf und auf 1550/60 datiert werden kann.

Österreichisches Deutsch als Unterrichts- und Bildungssprache

„Die Publikation richtet sich an Deutschlehrende aller Schularten in Österreich, die in ihrem Unterricht die Vielfalt des deutschsprachigen Raums und die Besonderheiten der deutschen Sprache in Österreich vertiefend thematisieren möchten.“ (3)

Die „Arbeitsgruppe Österreichisches Deutsch“ hat im Auftrag des BMBF ihren Bericht „(Österreichisches) Deutsch als Unterrichts- und Bildungssprache“ veröffentlicht, um die Eigenheiten des „österreichischen Deutsch“ vorzustellen, die durch die scheinbar übermächtige Konkurrenz der zahlreichen Film- und Fernsehprodukte aus Deutschland als Teil der Alltagssprache gerade bei Kindern und Jugendlichen zunehmend verloren gehen.

Tyrolia Sommer-Leseclub

Mitmachen beim Tyrolia Sommer-Leseclub ab 27. Juni! Leseförderung, die Spaß macht – mit Lesepass, Buch-Bewertungsbögen und tollen Veranstaltungen in ganz Tirol.

Rund 1000 Kinder zwischen 6 und 14 Jahren und 62 Bibliotheken aus allen Bezirken hatten am ersten Tiroler Sommer-Leseclub im letzten Jahr teilgenommen, den die Tyrolia Buchhandlung ins Leben gerufen hatte – ein überzeugender Grund, auch heuer die Ferien mit einer Neuauflage zu starten: Ab 30. Juni werden wieder in allen teilnehmenden Bibliotheken die begehrten Lesepässe ausgegeben, für die Dauer des Leseclubs ist die Anmeldung in den Büchereien gratis!

Wir fahren ins Schlaraffenland der Phantasie - Dölsacher Dorfgeschichten von A – Z

Die Öffentliche Bücherei der Pfarre und Gemeinde Dölsach hat als Kultureinrichtung im Dezember 2013 bei „culture connected“ ihr Projekt, eine Schreib- und Theaterwerkstatt mit der 4. Klasse der Volksschule Dölsach, eingereicht.

Es gab den Zuschlag und dann ging es los: In der Schreibwerkstatt dichteten die 24 Schülerinnen und Schüler, radierten aus, strichen durch und begannen wieder von vorn. VOL Daniela Kuenz und Aloisia Mair, Leiterin der Öffentlichen Bibliothek Dölsach, betreuten den Fortgang der Geschichten.

Der Weg in den 1. Weltkrieg im Spiegel zeitgenössischer Presse

Knapp eine Monat vor der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand und zwei Monate vor Ausbruch des 1. Weltkrieges lässt sich in den heimischen Zeitungen von Kriegsstimmung oder Kriegsängsten nur wenig erkennen, auch wenn die Krisenherde und Spannungen in Europa nicht übersehen werden.

Am 28. Juni 1914 veröffentlichen die Innsbrucker Nachrichten vom 20. Mai 1914 den Beitrag „Der Geburtstag des Dreibundes“ in dem auf den 32-jährigen Bestand des „Defensivbündnisses“ zwischen Österreich-Ungarn, dem Deutschen Reich und dem Königreich Italien hingewiesen wird.

Regina Föger - Bilderbuch "Schmetterlingsbrief"

Regina Föger, geboren in Brasilien, seit 1986 eine Tirolerin, lebt mit ihrem Mann Günther und den vier Kindern in Telfs. In ihrer Ausbildung zur Sozialpädagogin hatte sie schon die Idee, den Schmetterlingsbrief zu schreiben. Daraus entstand später das zweisprachige Bilderbuch (Deutsch-Englisch): „Schmetterlingsbrief“. Es handelt sich dabei um ein Märchen über das Leben nach dem Tod. In liebevollen Collagen, welche die Autorin selber gestaltete und in kurzen, kindgerechten Texten wird die Geschichte der kleinen Raupe Tami erzählt, die schon bei ihrer Geburt etwas anders ist, als alle anderen Raupenkinder und auch nur kurz auf der Erde bleibt.

Es ist ein ernstes Thema für Kinder und Erwachsene, das aber Hoffnung macht auf ein wunderbares Leben nach dem Sterben, das ein Trost sein kann für betroffene Eltern und Geschwister. Im folgenden Interview für "Lesen in Tirol" erzählt Regina Föger, was sie dazu inspirierte das Buch zu schreiben, wie sie es in den Schulen präsentiert und ihre persönliche Einstellung zu Behinderungen und dem Tod. 

Neue Mittelschule Schwaz 2 „macht| theater“ mit der Ferrarischule

Im Zuge des Theaterprojektes Macht|schule|theater konnten sich Schülerinnen und Schüler der 2a Klasse der Neuen Mittelschule Schwaz 2 als Schauspieler auf den Bühnen im Westbahntheater Innsbruck und im Lendbräukeller Schwaz versuchen.

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